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Im Laufe von 5 Jahren konnten wir mit Hilfe von uns anvertrauten Spendengeldern zahlreiche
soziale Projekte realisieren:
Die Klinik "San Juan de Dios" in Arequipa ist eine große Kinderklinik, die sich
besonders um Kinder aus Ärmsten Verhältnissen kümmert. Zahlreiche Ärzte und Spezialisten
der Stadt arbeiten hier stunden- oder tageweise ehrenamtlich, um z. B. zu operieren.
Einige Male pro Jahr werden sogenannte "Kampagnen" durchgeführt, bei denen
Mediziner und Brüder des spanischen Ordens "San Juan de Dios" in weit entfernte
und schwer erreichbare Dörfer und Siedlungen im ganzen Süden Perus fahren, um dort Kinder zu
untersuchen oder in dringenden Fällen gleich mitzunehmen, damit sie in Arequipa behandelt
werden können. Die Mütter werden für diese Zeit in einer eigenen Herberge untergebracht.
Die Klinik erhielt in den letzten Jahren über die "Aktion Medeor" bereits viermal
Medikamente, medizinisches Material und Apparate, außerdem ein EKG-Gerät und ein gebrauchtes
Ultraschallgerät.
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Der Klinik angeschlossen sind auch Werkstätten, in denen behinderte Jugendliche verschiedene
Berufe erlernen können. Es gibt dort eine Schuhwerkstatt, eine Bauschlosserei, eine Schneiderei
usw. Im Jahr 2001 konnten wir diesen Werkstätten drei Maschinen zur Schuh-Herstellung im Wert
von über 20 000 US-Dollar übergeben.
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Bruder Miguel Angel, der bis zum Jahr 2001 in Arequipa arbeitete, wurde inwzischen von seinem
Orden nach Iquitos am Amazonas geschickt, um dort eine neue Kinderklinik für die zahlreichen
Kinder der Urwaldstämme aufzubauen. Dort werden im Moment dringend medikamente gegen
Schlangenbisse sowie z. B. Gummistiefel für die Brüder benötigt.
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Das System der peruanischen Krankenkassen funktioniert nur sehr unzureichend. Selbst diejenigen,
die Mitglied sind und krank werden, müssen sich schon früh um 3 Uhr vor der Krankenkasse
anstellen und stundenlang auf einen Berechtigungsschein warten. Die Medikamente müssen
trotzdem fast immer in den Apotheken bezahlt werden. Tabletten werden deshalb oft nur stückweise
verkauft.Weil sehr viele Menschen keine feste Arbeit haben, können sie weder die Kassenbeiträge
bezahlen noch die teuren Medikamente. Darum ist es für viele arme Kinder so wichtig, dass sie
im Krankheitsfall zu einer Klinik gebracht werden können, die sich ihrer annimmt.
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In dem Kinderheim "Hogar De Christo" finden ehemalige Straßenkinder aus schwierigsten
sozialen Verhältnissen ein neues Zuhause. Auch Psychologen kümmern sich um die teilweise durch
Diebstähle u. ä. aufgefallenen Kinder. In diesem Heim können sie essen und übernachten. Es werden
Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und zum Lernen angeboten, wie z. B. Basteln, Nähen, Malen usw.
Mit Hilfe einer Spende von 5000 US-Dollar konnte im Jahr 1999 ein neuer und ein gebrauchter Computer
angeschafft werden, weiterhin Bastel- und Schreibmaterialien, Bücher, Küchenutensilien, Schränke mit
privaten Fächern für jedes Kind, und auch einige kleinere dringende Reparaturen konnten ausgeführt werden.
Die Übergabe der Spende gestalteen die Kinder als ein Kinderfest, das vielleicht das erste Fest ihres
Lebens war.
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Die Behindertenschule "Centro Educativo Especial" in Paucarpata, einem Stadtteil von Arequipa,
benötigte dringend einen zusätzlichen Klassenraum, außerdem waren die sanitären Anlagen in einem
erbarmungswürdigen Zustand. Mit Hilfe einer Spende von 7200 US-Dollar konnten beide Probleme gelöst werden:
Außer mehr Platz zum Lernen können die Kinder endlich hygienische sanitäre Anlagen und zusätzliche Waschgelegenheiten
benutzen, die ein Pfarrer bei der Übergabe einweihte.
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In Camaná an der Pazifik-Küste, ca. 200 km von Arequipa entfernt, bemühen sich Karmeliterinnen seit Jahren
und unter schwierigsten Bedingungen, einen Speiseraum für bedürftige Kinder zu unterhalten. Trotz des ständigen
Kampfes um ein paar Nahrungsmittel und einer fast zerfallenen Küche wurde täglich ca. 300 Kinder mit einer warmen
Mahlzeit versorgt. Mit einer Spende von 3350 US-Dollar konnte auch hier viel bewirkt werden: Küche, Speiseraum
und sanitäre Anlagen wurden im Jahr 2000 gründlich renoviert. Nach dem schweren Erdbeben vom Juli 2001 zerstörte
die nachfolgende Flutwelle den größten Teil der Stadt Camaná. Die Nonnen, deren Küche und Speiseraum wie durch
ein Wunder stehen geblieben waren, mussten sich nun um bis zu 600 Kinder bemühen. Wir bekamen ein provisorisches
Video zugeschickt, das die schweren Zerstörungen durch die Flutwelle zeigt.
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Pocsi ist ein kleines Dorf, weit oberhalb von Arequipa, nur wenige Luft-Kilometer entfernt, aber nur mühsam
auf schlechten, steil bergan führenden Wegen zu erreichen. Der Ort scheint von der Zeit vergessen, auch wenn
seit kurzem ein Stromanschluss vorhanden ist, der manchmal sogar funktioniert.
Fast nur noch alte Leute und
Kinder leben hier oben sowie in einigen umliegenden Siedlungen.
Eine Speisemöglichkeit für bedürftige Alte und Kinder, eine Art Suppenküche, wurde prvisorisch und unter
großen persönlichen Engagement einer Frau aufrecht erhalten. Gekocht wurde und wird im Freien auf Steinen,
als Dach gegen die heiße Sonne dienen ein paar Äste. Als endlich der Bau einer kleinen Küche auf dem der Kirche
gehörenden Gelände möglich geworden wäre, und ein Teil des Baumaterials schon angeliefert wurde, verbot die
auswärts wohnende Bürgermeisterin des Ortes den Bau mit der Behauptung, das Gelände gehöre gar nicht der
Kirche. Das Projekt musste abgebrochen werden, denn für Rechtsstreitigkeiten fehlte das nötige Geld. Außerdem kann so etwas
Jahre dauern. Die Bewohner, die vielleicht das erste Mal in ihrem Leben eine Hilfe erfahren sollten, waren
wie vor den Kopf gestoßen. Die Zeitungen der Stadt widmeten der Sache einen Artikel, aber es änderte sich nichts. Nun
wartet man auf die nächste Bürgermeisterwahl.
Nach dem Erdbeben im Juni 2001 ist die Not in dem Ort noch größer geworden, und der kleine alte Raum, der
als "Speiseraum" gedient hatte, ist einsturzgefährdet.
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Der Ort "Ciudad De Dios", "Gottes Stadt" liegt am Stadtrand der Großstadt Arequipa. Das
sogenannte "pueblo joven", "Junges Dorf", ist in den letzten Jahren enorm gewachsen.
Viele Familien kamen aus dem Hochland, das sie auf Grund politischer Unruhen verlassen haben und versuchen
nun mühselig, sich und ihre Kinder, oft auch noch die Kinder von Verwandten, am Leben zu erhalten. Seit ein
paar Jahren gibt es elektrischen Strom, aber bis heute noch keine Wasserversorgung (Nur über Tankfahrzeuge).
Inzwischen entstehen in der Nähe, mitten in der Wüste, immer neue Siedlungen, teils ohne Genehmigungen, weil der
Platz nicht mehr ausreicht.
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Die Siedlervereinigung von Ciudad De Dios hielt für die Kinder vier Plätze frei. Hier konnten heimische
Schlosser auf Grund einer Spende Spielgeräte für die Kinder anfertigen und aufstellen. Seit der Übergabe
sind alle 4 Spielplätze ständig von Kindern belagert. Besonders das Quietschen der Schaukeln hört man weithin.
An einer fünften Stelle sollte noch ein weiterer Spielplatz entstehen. Dafür wird aber noch eine Spende von 1000 US-Dollar
gesucht.
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Ebenfalls in Ciudad De Dios befindet sich das neubegonnene städtische Kinderheim "La posada del Niño Jesús", "
Die Unterkunft des Kindes Jesu". Es ist das erste Gebäude eines ganzen geplanten Komplexes, denn
es gibt sehr viele elternlose Kinder in der Umgebung, leider reichte das Geld kaum für den Rohbau des ersten.
Für dieses Kinderheim bauten einheimische Schlosser und Tischler dank einer Spende von 11000 US-Dollar Tische,
Stühle, Bänke und Betten für die ersten 200 Kinder. Anfang Juni 2001 konnten die Möbel bei der Einweihung dem
Kinderheim zur Verfügung gestellt werden.
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Das vorläufig letzte der uns möglichen Projekte ist der Bau eines Speiseraums in Ciudad De Dios. Besonders
Kinder sollen hier verpflegt werden. Die Bewohner wollen beim Bau fleißig mit anpacken.
Mit dem Planieren des Geländes wurde inzwischen begonnen.
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Die Arbeitslosigkeit in Peru ist sehr hoch, und ein großer Teil der Arbeitenden findet auch nur
ab und zu einen Gelegenheitsjob. Es gibt weder Arbeitslosen- noch Sozialhilfe, auch kein Kindergeld.
Bei vielen Familien, Alleinstehenden oder Kindern ist jeder einzelne Sol (peruanische Währung) dringend
für die Ernährung notwendig und es bleibt gar nichts für andere Dinge übrig, auch nicht für Kleidung
oder Schuhe, weder gebrauchte noch neue, weder einheimischer noch ausländischer Produktion.
Während unseres langen Aufenthaltes in Peru war es uns täglich vor Augen, wie besonders Kinder
auf dem steinigen Wüstenboden barfuß laufen, selbst billige Reifensandalen sind für sie unerschwinglich.
Viele tragen ihre Hosen und Pullover so lange, bis sie von selbst auseinanderfallen. Die löchrigen
Lappen benutzt man dann immer noch für die Babies anstelle von Windeln, die nach Gebrauch schnell in
der heißen Sonne getrocknet und wiederverwendet werden. Diese mangelhafte Hygiene liegt aber nicht an der
Faulheit der Mütter, sondern daran, dass Wasser sehr teuer ist, besonders dort, wo es keine richtige
Wasserversorgung gibt und das Wasser teuer von Tankwagen geliefert werden muss.
Ein paarmal hatten wir die Möglichkeit, Kartons mit noch guter Kleidung, Schuhen und Spielzeug über
ein anderes "Projekt" mitzuschicken. Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass
nicht immer, wenn sich etwas "Hilfsprojekt" nennt, es sich auch um ein solches handelt.
Meist kam nur ein Teil der von unseren Freunden in Deutschland gespendeten Sachen an, teils waren
die Kartons anstelle mit Kleidung nur noch mit Abfällen gefüllt oder sie waren halb leer. Da der Weg
über andere kein zuverlässiger Weg zu sein scheint, werden wir es in Zukunft selbst organisieren.
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Wenn Sie an weiteren Informationen zu unseren Projekten interessiert sind, wenden Sie sich bitte über
unseren Kontakt
an uns!
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